Lauschabwehr für Yachten, Boote und Schiffe

Yachten und Schiffe können Orte hochvertraulicher Gespräche sein. Geschäftliche Entscheidungen, private Angelegenheiten, Vertragsverhandlungen oder strategische Besprechungen finden dort häufig in einer Umgebung statt, die von außen abgeschirmt und sicher erscheint.

Technisch betrachtet ist die Situation anspruchsvoller. Moderne Yachten verfügen über umfangreiche Kommunikations-, Navigations-, Netzwerk- und Funksysteme. Gleichzeitig erhalten Crewmitglieder, Werften, Servicetechniker, Lieferanten und weitere externe Personen regelmäßig Zugang zu unterschiedlichen Bereichen.

Die LB Detektive GmbH führt professionelle Lauschabwehr und TSCM-Untersuchungen auf Yachten, Booten und Schiffen durch. Je nach Aufgabenstellung untersuchen wir Eigner- und Gästebereiche, Kabinen, Besprechungsräume, technische Bereiche sowie relevante Kommunikations- und elektronische Systeme auf mögliche Überwachungstechnik und technische Auffälligkeiten.

Lauschabwehr auf Yachten und Schiffen auf einen Blick

  • TSCM-Untersuchungen auf Yachten, Booten und Schiffen
  • Suche nach möglicher Abhörtechnik
  • Suche nach versteckter Kamera- und Videotechnik
  • Berücksichtigung von Ortungs- und Trackingtechnik
  • HF- und Spektrumanalyse
  • nichtlineare Halbleiterdetektion (NLJD)
  • physische und visuelle Untersuchung
  • optische und endoskopische Untersuchungen
  • Bewertung auffälliger elektronischer Komponenten
  • Berücksichtigung von WLAN, Bluetooth und weiteren Funktechnologien
  • Überprüfung von Mobilgeräten des Auftraggebers im Rahmen der Lauschabwehr
  • weitergehende IT- und Mobile-Forensik nach gesonderter Beauftragung
  • präventive Untersuchungen und Abhörschutzkonzepte

Warum können Yachten für technische Überwachung interessant sein?

Auf größeren Yachten werden nicht ausschließlich private Gespräche geführt. Eigner, Unternehmer, Führungskräfte, Investoren und deren Gäste nutzen den Aufenthalt häufig auch für geschäftliche Kommunikation.

Informationen können beispielsweise betreffen:

  • Unternehmenstransaktionen
  • Investitionen
  • Geschäftsstrategien
  • Vertragsverhandlungen
  • Vermögensangelegenheiten
  • private und familiäre Angelegenheiten
  • Rechtsstreitigkeiten
  • Personalentscheidungen
  • geschäftliche Kontakte
  • Reise- und Aufenthaltsplanung

Eine Yacht kann deshalb einen ähnlich hohen Informationsschutzbedarf besitzen wie ein Geschäftsführungsbüro oder ein besonders sensibler Konferenzraum.

Eine Yacht ist technisch kein normales Büro

Professionelle Lauschabwehr auf einer Yacht erfordert eine andere Betrachtung als die Untersuchung eines gewöhnlichen Büroraums.

Zur regulären technischen Umgebung können beispielsweise gehören:

  • UKW- und andere maritime Funkanlagen
  • AIS
  • Satellitenkommunikation
  • Mobilfunktechnik
  • WLAN-Netzwerke
  • Bluetooth-Geräte
  • Navigationssysteme
  • Radar
  • GPS- und andere GNSS-Systeme
  • Bordüberwachungs- und Alarmsysteme
  • Entertainment-Systeme
  • IP-Kameras
  • Smart-Home- beziehungsweise Yacht-Automationssysteme
  • umfangreiche elektrische und elektronische Installationen

Ein Funksignal auf einer Yacht ist deshalb zunächst kein Hinweis auf eine Wanze.

Die Herausforderung besteht darin, die reguläre technische Umgebung zu verstehen und davon nicht nachvollziehbare Signale, Geräte oder Veränderungen zu unterscheiden.

Welche Bereiche einer Yacht können untersucht werden?

Der konkrete Untersuchungsumfang richtet sich nach Yacht, Größe, technischer Ausstattung und Schutzbedarf.

Relevant können beispielsweise sein:

  • Eignerkabine
  • Eignerbüro
  • Gästekabinen
  • Salons
  • Besprechungsbereiche
  • Arbeits- und Büroräume
  • Brücke und Navigationsbereiche
  • Aufenthaltsbereiche
  • technische Installationen
  • Kommunikationsbereiche
  • zugängliche Verkleidungen und Einbauten
  • Fahrzeuge oder Tender bei entsprechender Aufgabenstellung

Nicht jeder Bereich benötigt dieselbe Untersuchungstiefe. Bei größeren Yachten sollte deshalb zunächst festgelegt werden, welche Räume tatsächlich besonders schutzbedürftig sind.

Lauschabwehr in Eigner- und Gästebereichen

Eignerbereiche gehören häufig zu den sensibelsten Bereichen einer Yacht.

Neben privaten Gesprächen können dort Telefonate, Videokonferenzen oder geschäftliche Besprechungen stattfinden.

Bei einer TSCM-Untersuchung können abhängig von der Ausstattung unter anderem Einbauten, Möbel, elektronische Geräte, Kommunikationssysteme und weitere technische Komponenten berücksichtigt werden.

Auch Gästebereiche können relevant sein, wenn dort vertrauliche Gespräche stattfinden oder besonders schutzbedürftige Personen untergebracht sind.

Versteckte Kameras auf Yachten

Technische Überwachung muss nicht ausschließlich akustisch erfolgen.

Kleine Kameras können theoretisch in unterschiedlichen Gegenständen oder technischen Komponenten verborgen werden. Bei entsprechender Verdachtslage kann deshalb auch die Suche nach versteckter Videotechnik Bestandteil einer Untersuchung sein.

Dabei können physische und optische Untersuchungsverfahren miteinander kombiniert werden.

Eine professionelle Untersuchung beschränkt sich nicht darauf, nach äußerlich erkennbaren Kameralinsen zu suchen.

GPS und Ortungstechnik auf Booten und Yachten

Bei Schiffen und Yachten muss zwischen regulärer Navigation beziehungsweise Ortung und möglicherweise zusätzlich eingebrachter Trackingtechnik unterschieden werden.

GPS beziehungsweise andere GNSS-Systeme gehören zur normalen technischen Umgebung moderner Schiffe.

Ein vorhandenes GPS-System ist deshalb selbstverständlich kein Hinweis auf Überwachung.

Bei einem konkreten Verdacht kann vielmehr untersucht werden, ob zusätzliche und nicht nachvollziehbare technische Komponenten vorhanden sind.

AIS ist kein versteckter GPS-Tracker

Bei der Bewertung einer möglichen Ortung muss die reguläre maritime Infrastruktur berücksichtigt werden.

AIS dient dem Austausch von Schiffs- und Navigationsinformationen und ist von einem verdeckt eingebrachten Ortungsgerät technisch und funktional zu unterscheiden.

Dass Positionen eines Schiffes über reguläre maritime Systeme nachvollziehbar sein können, bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine verdeckte technische Überwachung vorliegt.

Werftaufenthalte als möglicher Kontrollzeitpunkt

Während eines Werftaufenthaltes erhalten regelmäßig zahlreiche externe Personen Zugang zu einer Yacht.

Dazu können gehören:

  • Werftmitarbeiter
  • Elektriker
  • Elektroniker
  • IT- und Kommunikationstechniker
  • Motoren- und Antriebstechniker
  • Innenausbauer
  • Reinigungsunternehmen
  • Lieferanten
  • weitere Subunternehmer

Dieser Zugang ist für Wartung und Betrieb notwendig und begründet für sich genommen keinen Verdacht.

Bei besonders hohem Schutzbedarf kann ein umfangreicher Werftaufenthalt jedoch ein sinnvoller Anlass sein, sensible Bereiche anschließend technisch überprüfen zu lassen.

Lauschabwehr nach Umbau oder Refit

Ein Refit kann erhebliche Veränderungen an technischen Installationen und Innenausbau verursachen.

Verkleidungen werden geöffnet, Kabel neu verlegt, elektronische Systeme ausgetauscht und neue Komponenten installiert.

Dadurch verändert sich gleichzeitig der technische Ausgangszustand des Schiffes.

Bei Yachten mit hohem Schutzbedarf kann deshalb eine TSCM-Untersuchung nach umfangreichen Umbau- oder Refit-Arbeiten sinnvoll sein.

Charter und wechselnde Zugänge

Auch die Nutzungsgeschichte eines Schiffes kann bei der Sicherheitsbewertung relevant sein.

Bei Charteryachten oder Schiffen mit häufig wechselnden Gästen und externen Dienstleistern bestehen andere Zugangsbedingungen als bei einer ausschließlich privat genutzten Yacht mit festem Personenkreis.

Welche Sicherheitsmaßnahmen daraus folgen sollten, hängt vom tatsächlichen Schutzbedarf und Nutzungskonzept ab.

Crew und Abhörschutz

Crewmitglieder benötigen für ihre Arbeit Zugang zu zahlreichen Bereichen und technischen Systemen.

Ein professionelles Sicherheitskonzept sollte deshalb nicht pauschal Mitarbeiter oder Crewmitglieder unter Verdacht stellen.

Sinnvoller sind nachvollziehbare organisatorische Regeln:

  • definierte Zugangsberechtigungen
  • Dokumentation externer Arbeiten
  • Kontrolle technischer Veränderungen
  • geregelter Umgang mit sensiblen Bereichen
  • klare Zuständigkeiten für Kommunikations- und IT-Systeme

Abhörschutz sollte Sicherheitsprozesse schaffen und keine unbegründete Verdachtskultur.

WLAN und Bordnetzwerke

Moderne Yachten verfügen häufig über umfangreiche IT- und Netzwerkinfrastrukturen.

WLAN, Satelliteninternet, Entertainment-Systeme, IP-Kameras, Kommunikationsgeräte und Automationssysteme können miteinander verbunden sein.

Bei einem konkreten Verdacht kann deshalb neben einer klassischen TSCM-Untersuchung auch eine Betrachtung digitaler Informationswege erforderlich werden.

Eine vollständige Netzwerkforensik oder Cybersecurity-Prüfung ist jedoch eine eigenständige Leistung und nicht automatisch Bestandteil einer technischen Raumuntersuchung.

Satellitenkommunikation und Internet an Bord

Satellitenbasierte Kommunikationssysteme gehören auf vielen größeren Yachten zur regulären Ausstattung.

Auch diese Systeme erzeugen legitime Kommunikationsvorgänge und müssen bei der Bewertung der technischen Umgebung berücksichtigt werden.

Eine professionelle Lauschabwehr muss deshalb zwischen regulärer Bordkommunikation und tatsächlich nicht nachvollziehbaren technischen Auffälligkeiten unterscheiden.

Smartphones und Tablets an Bord

Auch bei einer Yacht kann ein Informationsabfluss über mobile Geräte erfolgen.

Smartphones und Tablets verfügen über Mikrofone, Kameras, Mobilfunk, WLAN, Bluetooth, Standortfunktionen und Cloud-Anbindungen.

Deshalb überprüfen wir die Mobilgeräte des Auftraggebers im Rahmen einer beauftragten Lauschabwehr kostenlos mit.

Diese Überprüfung ist von einer vollständigen Mobile-forensischen Tiefenanalyse zu unterscheiden.

Besteht ein konkreter Verdacht auf Spyware, unbefugte Zugriffe oder eine andere digitale Kompromittierung, kann nach vorheriger Abstimmung eine separate forensische Untersuchung durchgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Handy, Smartphone und Notebook professionell überprüfen lassen.

Cyber-Lauschabwehr auf Yachten

Gerade bei technisch umfangreich ausgestatteten Yachten können räumliche und digitale Informationswege ineinandergreifen.

Ein möglicher Informationsabfluss muss deshalb nicht zwangsläufig durch eine klassische Funkwanze verursacht werden.

Auch Benutzerkonten, Smartphones, Computer, Kommunikationssysteme oder Netzwerkkomponenten können bei entsprechender Verdachtslage relevant sein.

Mehr zur fachlichen Abgrenzung finden Sie unter Cyber-Lauschabwehr und digitaler Abhörschutz.

Wie läuft eine TSCM-Untersuchung auf einer Yacht ab?

Der genaue Ablauf wird anhand des Schiffes und der Aufgabenstellung festgelegt.

1. Vertrauliche Vorbesprechung

Zunächst klären wir Schutzbedarf, Verdachtslage, Größe der Yacht, technische Ausstattung und besonders sensible Bereiche.

2. Festlegung des Untersuchungsumfangs

Bei größeren Yachten ist eine klare Priorisierung sinnvoll. Eignerbereiche, Büros und Räume für vertrauliche Besprechungen können beispielsweise einen höheren Schutzbedarf besitzen als andere Bereiche.

3. Erfassung der technischen Umgebung

Vorhandene Funk-, Kommunikations- und elektronische Systeme müssen bei der späteren Bewertung berücksichtigt werden.

4. Physische Untersuchung

Die relevanten Bereiche werden systematisch auf technische Auffälligkeiten untersucht.

5. Technische Messungen

Abhängig von der Aufgabenstellung kommen verschiedene TSCM-Verfahren zum Einsatz.

6. Analyse auffälliger Signale und Komponenten

Festgestellte Auffälligkeiten werden soweit möglich technisch zugeordnet und bewertet.

7. Abschluss und Dokumentation

Die Ergebnisse werden entsprechend dem vereinbarten Leistungsumfang dokumentiert und mit dem Auftraggeber besprochen.

Welche TSCM-Technik kommt zum Einsatz?

Eine professionelle Untersuchung basiert nicht auf einem einzelnen Detektor.

Je nach Yacht und Aufgabenstellung können verschiedene Verfahren miteinander kombiniert werden:

  • HF- und Spektrumanalyse
  • nichtlineare Halbleiterdetektion (NLJD)
  • physische und visuelle Untersuchung
  • optische Untersuchungsverfahren
  • Infrarot- und Wärmebildtechnik
  • Magnetfeld- und elektromagnetische Untersuchungen
  • endoskopische Untersuchung geeigneter Bereiche
  • Bewertung elektronischer Komponenten

Zum Einsatz kommt spezialisierte Technik für professionelle Lauschabwehr, unter anderem von Research Electronics International (REI).

Die Grundlagen der technischen Lauschabwehr erklären wir ausführlich unter Was bedeutet TSCM?.

Warum Spektrumanalyse auf einer Yacht anspruchsvoll ist

Auf einer modernen Yacht können zahlreiche legitime Funk- und Kommunikationssignale vorhanden sein.

Deshalb besteht professionelle Spektrumanalyse nicht darin, lediglich ein Funksignal zu entdecken.

Entscheidend ist vielmehr, festgestellte Signale technisch einzuordnen und soweit möglich bekannten Systemen zuzuordnen.

Ein unbekanntes Signal ist zunächst ein Untersuchungsbefund und kein Beweis für einen Lauschangriff.

Nicht sendende elektronische Geräte

Eine ausschließlich auf Funkübertragungen ausgerichtete Untersuchung würde bestimmte technische Szenarien nicht ausreichend berücksichtigen.

Elektronische Geräte können beispielsweise zeitweise nicht senden oder Daten lokal speichern.

Deshalb können zusätzlich physische Untersuchungen und Verfahren wie die nichtlineare Halbleiterdetektion eingesetzt werden.

Ob eine konkrete Komponente erkannt werden kann, hängt jedoch von Bauart, Einbauort, Zugänglichkeit und eingesetzten Untersuchungsverfahren ab.

Eine Garantie, jedes technisch denkbare Gerät unter allen Umständen zu finden, wäre nicht seriös.

Was passiert bei einem technischen Fund?

Wird eine unbekannte oder möglicherweise relevante technische Komponente festgestellt, sollte sie bei möglicher Beweisrelevanz nicht unnötig verändert werden.

Je nach Sachverhalt können folgende Schritte sinnvoll sein:

  • Dokumentation des Fundortes
  • Fotodokumentation
  • Beschreibung der Einbausituation
  • Erfassung von Kennzeichnungen und technischen Merkmalen
  • kontrollierte Sicherung
  • weitergehende technische Untersuchung
  • gegebenenfalls forensische Analyse vorhandener Speicher- oder Kommunikationsmedien
  • Abstimmung mit Rechtsanwälten oder Behörden

Die konkrete Vorgehensweise richtet sich nach Fund, Eigentumsverhältnissen und möglicher Beweisrelevanz.

Präventive Lauschabwehr auf Yachten

Eine technische Untersuchung muss nicht erst erfolgen, wenn bereits ein konkreter Verdacht besteht.

Bei besonders hohem Schutzbedarf können präventive TSCM-Untersuchungen sinnvoll sein.

Mögliche Anlässe sind beispielsweise:

  • Übernahme einer neu erworbenen Yacht
  • umfangreicher Werftaufenthalt
  • Refit oder Umbau
  • Installation neuer Kommunikationstechnik
  • Wechsel des technischen Dienstleisters
  • besonders vertrauliche geschäftliche Nutzung
  • bevorstehende sensible Gespräche oder Verhandlungen
  • ungeklärte Zugriffe auf besonders geschützte Bereiche

Regelmäßige TSCM-Prüfungen

Bei dauerhaft hohem Schutzbedarf kann ein wiederkehrendes Untersuchungsmodell sinnvoll sein.

Wie häufig eine Yacht überprüft werden sollte, lässt sich nicht pauschal festlegen.

Relevant sind beispielsweise Nutzung, Zahl externer Zugänge, Werftaufenthalte, technische Veränderungen und Sensibilität der an Bord verarbeiteten Informationen.

Abhörschutz bereits bei Neubau und Refit

Abhörschutz lässt sich besonders sinnvoll berücksichtigen, wenn technische und bauliche Veränderungen ohnehin geplant werden.

Bei Neubau oder umfangreichem Refit können beispielsweise Kommunikationssysteme, technische Installationen, Zugangswege und besonders sensible Räume bereits in die Sicherheitsplanung einbezogen werden.

Weitere Informationen zur präventiven Planung finden Sie unter Sicherheitsberatung für Lauschabwehr und Abhörschutz.

Lauschabwehr für Unternehmen und private Eigner

Unsere Leistungen richten sich sowohl an Unternehmen als auch an private Eigner.

Bei geschäftlich genutzten Yachten stehen häufig vertrauliche Unternehmensinformationen und Besprechungen im Mittelpunkt.

Bei privaten Auftraggebern können dagegen persönliche Sicherheitsfragen, familiäre Konflikte, Stalking oder ein konkreter Überwachungsverdacht ausschlaggebend sein.

Die Untersuchungsmethodik richtet sich nicht nach der Kundengruppe, sondern nach Objekt, technischer Umgebung und konkreter Fragestellung.

Diskretion bei Untersuchungen auf Yachten

Gerade im Yachtbereich kann die diskrete Organisation eines Einsatzes besonders wichtig sein.

Untersuchungszeitpunkt, Zugang zum Schiff und Umfang der vorab benötigten Informationen werden deshalb direkt mit dem Auftraggeber beziehungsweise einer autorisierten Kontaktperson abgestimmt.

Wenn bereits ein konkreter Abhörverdacht besteht, sollte der geplante Einsatz nicht innerhalb möglicherweise betroffener Bereiche oder über Kommunikationsgeräte besprochen werden, die selbst Bestandteil des Verdachts sein könnten.

TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001

Die LB Detektive GmbH verfügt über ein TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001.

Die Zertifizierung betrifft das Qualitätsmanagementsystem des Unternehmens und unterstützt strukturierte Prozesse bei Planung, Durchführung und Dokumentation unserer spezialisierten Dienstleistungen.

Personenzertifizierter Sachverstand nach DIN EN ISO/IEC 17024

Ergänzend steht nach DIN EN ISO/IEC 17024 personenzertifizierter Sachverstand zur Verfügung.

DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO/IEC 17024 sind voneinander zu unterscheiden: DIN EN ISO 9001 betrifft das Qualitätsmanagementsystem des Unternehmens. DIN EN ISO/IEC 17024 betrifft die Zertifizierung einer Person anhand definierter Kompetenzanforderungen.

Gerade in der technisch komplexen Umgebung einer Yacht ist die fachliche Bewertung entscheidend. Ein Funksignal, eine elektronische Komponente oder ein zusätzliches Kabel ist zunächst eine technische Feststellung und nicht automatisch ein Beweis für verdeckte Überwachung.

Sachverständige Bewertung bei aufgefundener Überwachungstechnik

Bei beweisrelevanten technischen Funden kann eine weitergehende sachverständige Untersuchung erforderlich sein.

Dabei können beispielsweise Funktion, technische Eigenschaften, vorhandene Speicher- oder Kommunikationsmöglichkeiten und die Auffindesituation dokumentiert werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Sachverständigenbüro für Lauschabwehr und Abhörschutz.

Häufige Fragen zur Lauschabwehr auf Yachten und Schiffen

Können Yachten auf Abhörtechnik untersucht werden?

Ja. Abhängig von Größe, Ausstattung und Aufgabenstellung können relevante Bereiche einer Yacht systematisch mit verschiedenen TSCM-Verfahren untersucht werden.

Untersuchen Sie auch kleinere Boote?

Ja. Der konkrete Untersuchungsumfang wird anhand von Bootstyp, technischer Ausstattung und Verdachtslage festgelegt.

Kann eine Yacht auf versteckte Kameras untersucht werden?

Ja. Bei entsprechender Aufgabenstellung können versteckte Kamera- und Videotechnik in die Untersuchung einbezogen werden.

Kann nach GPS-Trackern gesucht werden?

Zusätzlich eingebrachte Ortungstechnik kann bei entsprechender Verdachtslage berücksichtigt werden. Dabei muss sie von regulären Navigations- und Ortungssystemen des Schiffes unterschieden werden.

Ist AIS ein Hinweis auf Überwachung?

Nein. AIS ist ein reguläres maritimes System. Seine Nutzung ist nicht mit einem heimlich angebrachten Tracker gleichzusetzen.

Sollte eine Yacht nach einem Werftaufenthalt überprüft werden?

Bei besonders hohem Schutzbedarf kann ein umfangreicher Werftaufenthalt ein sinnvoller Anlass für eine technische Kontrolle sein. Eine generelle Notwendigkeit besteht daraus jedoch nicht.

Kann auch nicht aktiv sendende Elektronik gefunden werden?

Professionelle TSCM beschränkt sich nicht ausschließlich auf aktive Funkübertragungen. Physische Untersuchungen und weitere technische Verfahren können ebenfalls eingesetzt werden. Ob ein konkretes Gerät erkannt wird, hängt jedoch von verschiedenen technischen Faktoren ab.

Werden Smartphones an Bord ebenfalls überprüft?

Die Mobilgeräte des Auftraggebers überprüfen wir im Rahmen einer beauftragten Lauschabwehr kostenlos mit. Eine vollständige mobile forensische Tiefenanalyse ist eine separate Leistung.

Kann auch das Bordnetzwerk untersucht werden?

Bei entsprechender Fragestellung können Netzwerk- und Kommunikationskomponenten berücksichtigt werden. Eine vollständige Netzwerkforensik- oder Cybersecurity-Prüfung muss jedoch gesondert definiert werden.

Wie lange dauert eine Lauschabwehr auf einer Yacht?

Das lässt sich ohne Kenntnis des Schiffes nicht seriös beantworten. Größe, Zahl der relevanten Räume, technische Ausstattung und gewünschte Untersuchungstiefe bestimmen den Zeitaufwand.

Können Untersuchungen im Ausland durchgeführt werden?

Internationale Einsätze sind grundsätzlich möglich. Die konkrete Durchführung hängt unter anderem von Einsatzort, Zugänglichkeit des Schiffes, Transport der Messtechnik und den jeweiligen rechtlichen beziehungsweise zollrechtlichen Rahmenbedingungen ab.

Kann garantiert werden, dass keine Wanze vorhanden ist?

Nein. Eine seriöse TSCM-Untersuchung bewertet den vereinbarten Untersuchungsbereich zum Zeitpunkt der Prüfung. Eine unbegrenzte Garantie gegen jede technisch denkbare Überwachungsform wäre nicht belastbar.

Professionelle TSCM-Untersuchung für Yachten und Schiffe

Lauschabwehr auf einer Yacht verlangt mehr als die Suche nach einem einzelnen Funksender. Die reguläre Bordtechnik erzeugt bereits eine komplexe elektronische und funkbasierte Umgebung.

Entscheidend ist deshalb die Kombination geeigneter TSCM-Verfahren mit einer nachvollziehbaren Bewertung der vorhandenen Technik.

Die LB Detektive GmbH führt Untersuchungen für private Eigner und Unternehmen durch und kann bei Bedarf klassische Lauschabwehr mit Cyber-Lauschabwehr, Mobile-Forensik und sachverständiger Bewertung verbinden.

Bei einem konkreten Überwachungsverdacht sollte die geplante Untersuchung möglichst nicht an Bord oder über Kommunikationsgeräte besprochen werden, die selbst Bestandteil des Verdachts sein könnten.

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